Theater “Fahraway”

Die aktuelle Produktion der multikulturellen Theatergruppe »Die Fremden«

»Fahraway«

Ein kleiner, stickiger Überlandbus. Warmes Cola. Eine alte Stones-Kassette.

Widerwillig fährt Tara zu ihrer schwerkranken Tante, die sie seit Jahren nicht gesehen hat.
Lustlos und in ihren eigenen Geschichten gefangen, dösen die anderen Passagiere vor sich hin. Da wechselt ganz unerwartet der Busfahrer und mit ihm verändert sich schlagartig die Dynamik.
Die Fahrgemeinschaft wird zu einer Schicksalsgemeinschaft, die ihre Vergangenheit austauscht und schließlich gemeinsam an einer winzigen Raststätte im Niemandsland strandet, deren Betreiberinnen Angel und Zoja ihren eigenen (Über)Lebenskampf führen.

“Fahraway” ist eine Generationengeschichte und eine Geschichte über das Fahren: weit weg und weit zurück.
Über das Auswandern und Zurückkehren. Aber auch über das (Stecken) Bleiben, das Festgehaltenwerden, das Ausbeuten von chancenlosen MigrantInnen und über die Wut und den Mut, alte Rechnungen zu begleichen.

“Fahraway” beschreibt die universelle Sehnsucht nach einem besseren, friedlichen Leben, aber auch die Sehnsucht nach Heimat und Geborgenheit. Und das Dazwischen, das in vielen Fällen ein Weder-Noch, ein Niemals-Ankommen bedeutet.

»Fahraway« ist die 21. Produktion der MigrantInnen-Theatergruppe die Fremden, die 1992 gegründet wurde und in der seither in 21 Produktionen 75 Personen aus 41 Ländern mitwirkten.

Das Stück entstand durch intensive Vor- und Improvisationsarbeit und enthält viele sehr persönliche  Erlebnisse, Begegnungen und Geschichten, die vor, hinter und neben einer langen Busreise liegen.