Scherbenberge (?)

Die multikulturelle Theatergruppe „Die Fremden“ begeisterte am 29.2. einen übervollen Pfarrsaal. Mit minimalen Requisiten – ein paar Stehleitern – und einer ausdrucksstarken Darbietung entstanden intensive und sehr reale Bilder im Kopf: Die Flucht übers Gebirge oder stürmische See im Rettungsboot. Der Konflikt zwischen „Sich-Anpassen-“, „Nicht- Auffallen-Wollen“ einerseits, und himmelschreiender Ungerechtigkeit, wie das Einsperren eines Unschuldigen und das politische Wissen darüber sowie das „Vertuschen-Wollen“ andererseits, kamen dem Zuschauer irgendwie bekannt vor.

Dazwischen aber auch Figuren, die sich nicht beirren lassen und kämpfen oder ihre Fehler einsehen und korrigieren.

Das Stück hat trotz des „schweren“ Themas auch eine Leichtigkeit und Humor, nicht zuletzt wegen der tollen Interpretation diverser Protest- und Friedenslieder, die Gefühle verdeutlichen und zum Ausdruck bringen von Bob Dylan, Pete Seeger über Andrea Schroeder und Pink bis Pussy Riot.

Die klare Botschaft an das Publikum: Wenn wir Ungerechtigkeiten erkennen, müssen wir den Mund aufmachen! Nicht „schlucken“, sondern agieren! „I wanna scream, I wanna shout, I wanna tell the world… COME ON!“

(Regina Wunderer-Sperer)

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